Mitteilungen aus dem Jahr 2012

  • Internationaler Tag für die Menschenrechte

    Dezember 2012

    Montag der 10. Dezember ist der internationale Tag der Menschenrechte. In den letzten Tagen des Jahres 2012 wurde das Mullah-Regime zum 59. Mal im 3. Komitee der Vollversammlung der UNO wegen starker Verletzung der Menschenrechte im Iran verurteilt. Vorher haben die Mullahs innerhalb einiger Wochen mehr als 100 Menschen hingerichtet. Menschenrechtsaktivisten und Opposition sprechen über vier neue Steinigungsfälle. Zwei politische Gefangene, der Blogger Satar Beheshti (35) und der Arbeiter Jamil Suodi (45), wurden zu Tode gefoltert. Das Regime hat auch bekannt gegeben, dass mehr als 1100 Menschen auf ihre Hinrichtung warten.

    Das Regime ist selbst mit internen und externen Konflikten konfrontiert. Das ganze Regime wackelt. Die Sanktionen haben ihr Wirkung gezeigt und täglich wächst der Druck auf das Regime. Seit seiner Gründung hat dieses Regime nur zwei Mittel gegen seine Krisen und internen Konflikte: Hinrichtung und Herstellung von Angst und Schrecken im Iran.

    Der Iran-Solidaritätsverein Göttingen veranstaltet anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte eine Mahnwache auf dem Kornmarkt Göttingen.

  • Mahnwache für Menschenrechte

    Dezember 2012

    Foto von der MahnwacheDer Göttinger Kornmarkt ist von politischen und Gesellschaftlichen Aktivisten für ihre Aktionen sehr beliebt. Zu diesen Aktivisten zählt auch die iranische Gemeinde in Göttingen, die sich seit vielen Jahren um Freiheit und Demokratie in ihrem Heimatland bemüht. Der Iran-Solidaritätsverein Göttingen hat Montag 10. Dezember, den internationalen Tag der Menschenrechte, als Anlass genommen, um für die schreckliche Menschenrechtslage im Iran Aufmerksamkeit zu gewinnen.

    Der Stand des Solildaritätsvereins war ausgestattet mit einem Infotisch, einer Bilderwand und Flugblättern von hingerichteten Menschen. Bemerkenswert war ein Bild von Blogger Satar Behschti, der vor 40 Tagen einfach von Sicherheitskräften der Islamisten in Teheran verhaftet und zu Tode gefoltert worden war. Satar Beschti hatte im Internet kritische Artikel über die katastrophale politische und gesellschaftliche Lage im Iran verfasst.

    Nasrin Sotoudeh, eine prominente Menschenrechtsanwältin, die seit über zwei Jahren im Gefängnis sitzt und mehrere Monate im Hungerstreik ihr Leben in akute Gefahr gebracht hatte, wurde zu sechs Jahre Haft verurteilt, weil sie sich für Menschenrechte und Kinderschutz eingesetzt hat . Sie hat zum Tode verurteilte Minderjährige vor der Hinrichtung gerettet und zahlreiche politische Gefangene verteidigt. Sie wird in Teheraner Ewin-Gefängnis in Einzelhaft festgehalten.

    Es ist kalt, nass und schneit und es sind minus 4 Grad, aber das Menschenrecht kennt keine Kälte und Nässe. Viele Passanten, die schnell nach Hause in die Wärme eilten, teilten mit anerkennenden Gesten ihre Mitgefühl und ihre Unterstützung mit.